Altlüdersdorf

Die Landgemeinde Altlüdersdorf liegt vier Kilometer nordöstlich von Gransee und hat ca. 700 Einwohner (mit Neulüdersdorf, Wendefeld und Wentow).

Das von den nach Norden und Osten vordringenden deutschen Kolonisten im 13. Jahrhundert begründete Dorf, vormalig Lüdersdorf, dessen Name an den alten Namen Lothar erinnert, wurde frühzeitig wüst, so daß Dr. Wolfgang Redorfer in seinem Register von 1525 schrieb: „umb Gransoy seindt gelegen etzliche wueste feldtmarcken als nemlich Luederstorff” (Geh. Staatsarchiv; vgl. Riedel, Codex IV, 182). Unter Kurfürst Friedrich III. wurden 12 reformierte Schweizerfamilien hier um 1691 angesetzt (Akten, VI, Burggraf Alexander, im Fürstlich Dohnaschen Archiv zu Schlobitten; Geh. Staatsarchiv, Rep. 21. 83a). Ein Beweis für das Gedeihen der Kolonie ist, daß man zu Beginn des 19. Jahrhunderts in dem dem Domänenamt Altruppin unterstellten Dorf auf nur 38 Feuerstellen 477 Einwohner zählte. Reformierte Gebräuche, z. B. im Abendmahl, in dem wohlhabenden Dorf erhalten.

Die kleine barocke Fachwerkkirche, 1702 eingeweiht (Beckmanns Nachlaß), schließt im Osten und Westen in fünf Seiten des Zehnecks. Der quadratische Bretterturm an ihrem Westende endigt in kleinem, achteckigem Spitzhelm. Die hohen Fenster sind in Stichbögen aus Holz (!) geschlossen.

Zur Ausstattung gehört eine ganz einfache Kanzel aus der Spätrennaissance (um 1700) und zwei Glocken, eine bronzene mit 64 cm Durchmesser, von Christian Heintze in Berlin, umgegossen im Jahr 1727, und eine eiserne mit 68 cm Durchmesser, in Zehdenick gegossen, von 1684.
Heute ist nur noch letztere vorhanden. Außerdem gibt es eine einfache, nach oben verjüngte Zinnkanne.

Im Jahre 1960 wurde die Kirche renoviert, verfiel aber dann zusehends. Unter tatkräftiger Mithilfe vieler Einwohner wurde sie im Jahr 2000 wieder aufgebaut, nachdem sie teilweise eingestürzt war. Dabei wurde die wertvolle Thurley-Orgel aus dem Jahre 1824 ausgebaut und vorübergehend ausgelagert.

Ein geplanter Wiederaufbau wird schätzungsweise 60.000 Euro kosten.
Die Gemeinde ist dankbar, daß sie eine Kirche hat, in der sich gut drei Jahrhunderte widerspiegeln.

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Evangelisches Pfarramt Mildenberg
Mildenberger Dorfstr. 22
16792 Zehdenick

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Empfänger: Ev. Kirchenkreisverband Eberwalde.